Weihnachten im Schuhkarton - November 2010

Dankesgedanken zur diesjährigen Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“

 

Wie schon in den vergangenen Jahren freute ich mich auch dieses Jahr sehr auf die Aktion, da sie mir sehr am Herzen liegt und ich gerade in dieser Zeit ganz besonders viel mit GOTT erlebe. Da das dieses Jahr noch mehr als in den letzten Jahren der Fall war, möchte ich einmal einiges beispielhaft aufschreiben, damit ich es nicht vergesse und der geneigte Leser ermutigt wird sein Leben ebenfalls in Richtung JESUS auszurichten.

 

Am 06.09.2010 erfuhr ich, dass „mein“ schöner, sehr großer CVJM – Raum mir dieses Jahr nicht zur Verfügung stehen würde (wegen Sanierungsarbeiten). Nachdem ich diesen ersten Schock überwunden hatte, wurde gehandelt. Da wir mit einem sehr großen Haus gesegnet sind, wurde nun ein Zimmer saniert und als ständiges Gästezimmer hergerichtet. Das vorige Gästezimmer ist nun das „Weihnachten im Schuhkartonparadies“. In diesem „Paradies“ haben sich zu unterschiedlichen Zeiten über 70 liebe, fleissige Mitarbeiter zwischen 6 und 74 Jahren getroffen um gemeinsam für die Sache einzustehen. Vier weitere Personen wären noch gerne bereit gewesen, wenn vor dem letzten Abgabetermin schon genug „Arbeit“ für sie da gewesen wäre. Allen hat es viel Freude gemacht und jeder möchte nach Kräften auch in 2011 mitmachen. Ich hatte zu keiner Zeit den Eindruck, dass ich in der Arbeit alleine versinken würde und ich über meine Kräfte hinaus handle. Übrigens ist es für mich eigentlich keine Arbeit, sondern eine große Freude, dass ich die Möglichkeit habe, bedürftigen Kindern aktiv vielleicht (bzw. hoffentlich!) ein lebensveränderndes Geschenk machen zu können.

 

Statistik:

Grötzingen:   80 Päckchen

Berghausen:  73 Päckchen

Wöschbach:   102 Päckchen

Söllingen:      61 Päckchen

Palmbach:     35 Päckchen

Ellmendingen:  79 Päckchen

Kleinsteinbach:

Abgegebene Päckchen:       141 Stück

Sachspendenpäckchen:       135 Stück

Gesamt Kleinsteinbach:    276 Stück

 

Insgesamt: 706 Päckchen in 68 großen Umkartons (d.h. ca. 10 % mehr als in 2009; 66 Stück mehr als letztes Jahr!!!) konnten wir verpacken!

 

Das Endergebnis der Schuhkartonanzahl steht nun so ziemlich fest: Insgesamt wurden im deutschsprachigen Raum rund 14.ooo Päckchen mehr als im Rekordjahr 2009 abgegeben. Die unglaubliche Anzahl von 552.268 liebevollen Paketen wird bestimmt enorm viel Positives bewirken!!!

 

Es war eine geniale super gelungene Aktion wo ich viele Wunder Gottes erleben durfte. Minutiös, göttlich geplant waren viele, viele Begegnungen, Gespräche, Geschenke und praktische Hilfe. Helfer tätigten folgende Dinge: Schuhkartons von Schuhgeschäften besorgen, Kartons mit hübschem Geschenkpapier einwickeln, Sachspenden einkaufen (Kuscheltiere, Schulartikel, Zahnpasta, Spielsachen, Vollmilchschokolade (- lutscher), ...), Mützen, Schals, Handschuhe, Strümpfe, Taschen stricken und/oder häkeln, Mützen und andere warme Kleidungsstücke einkaufen, in der Sammelstelle Päckchen kontrollieren, verkleben, in die richtigen großen Umkartons füllen, zukleben, Sachspendenpäckchen liebevoll packen, liebe Weihnachtskarten in englischer Sprache schreiben, beim Aufräumen helfen und beim Verladen mitmachen.

 

Dadurch, dass ich die Sammelstelle das erste Mal bei mir zu Hause hatte und nicht extern, konnte ich mit sehr vielen Päckchenpackern nette Gespräche führen und christliche Magazine verteilen.

 

Besonders gefreut hat mich auch ein neuer Kontakt zu einer Spielwarenhändlerin in Pfinztal, der sehr erstaunlich ist. GOTT hat ganz offensichtlich in ihrem Herzen etwas in Bewegung gebraucht, was sie dazu veranlasste, mir viele Kuscheltiere sehr, sehr preisgünstig zu verkaufen bzw. zu schenken. Diese Kuscheltiere sind sehr hochwertig, keine Chinaimportware. Echt super! Sie hat sich sogar meine Telefonnummer aufgeschrieben, da ich ihr sagte, dass ich das ganze Jahr über Dinge, die in einen Schuhkarton für Kids passen, sammle…

 

Ein neues Bekleidungsgeschäft hier in Pfinztal wird mich in Zukunft anrufen, wenn Kleidung für 050 € verkauft wird (zum richtigen Zeitpunkt kam ich nämlich während der Aktion in genau dieses Geschäft und benötigte noch warme Kleidung. An einem Ständer hingen ganz viele große Jungshosen für unglaubliche 0,50€).

 

Viele Menschen drückten mir Bargeld in die Hand, womit ich für die Aktion Dinge kaufen durfte, die benötigt wurden. Das Vertrauen der Leute hat mich wieder gefreut und ich habe das Geld auch gut gebrauchen können. So konnte nämlich wirklich JEDER Karton nahezu perfekt gefüllt werden mit zusätzlicher Schokolade, Lutscher, Kuscheltier und/oder Kleidung.

 

Dass der Bürgermeister auch dieses Jahr wieder die Schirmherrschaft übernommen hat, ist ein sehr schöner Werbeeffekt. Er organisierte und initiierte sogar, dass der Gemeindekindergarten sich ganz offiziell an der Aktion beteiligte, die Päckchen von den Erzieherinnen und Kids an mich übergeben wurden und ein Foto mit Text zwei Mal im Mitteilungsblatt erschien. Auch nächstes Jahr darf ich mich wieder an ihn wenden. DEM HERRN SEI DANK!

 

Dass der Laster am vereinbarten Montag nicht kam, war auch ganz geschickt. Es regnete nämlich ziemlich heftig und ich hätte keinen Helfer hier gehabt, so dass ich alleine die ganzen großen Kartons verladen hätte müssen. Die Logistik hatte mich einfach „vergessen“. Gut, dass es der HERR viel besser vorhatte! Der Laster, der die Kartons in das Sammellager nach Renningen bringt, kam am Mittwoch, als es noch nicht regnete und meine Freundin noch da war… So konnte sie mir supergut helfen, so dass es meinem Rücken sehr gut geht. Der Fahrer war auch ganz nett. Ich war seine allererste Sammelstelle, die er anfuhr. Natürlich bekam er entsprechende Lektüre und etwas Süßes und Gesundes in die Hand gedrückt, da er beim Verladen fleißig mitgeholfen hat, was nicht selbstverständlich ist (=> er ist eigentlich nicht dazu verpflichtet).

 

Ich blicke sehr vertrauensvoll in die Zukunft und rechne damit, dass auch das nächste Jahr unser lebendiger GOTT die Aktion segnen wird. Darum habe ich mich wieder bereit erklärt, die Sammelstelle zu leiten.

 

                                                                                 

Text:Petra Klumpp, 22.12.2010